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10.04.10 - Kyffhäuser Bergmarathon

Wunderbarer Landschaftslauf

Vor drei Jahren sind Angelika und ich diesen Marathon bereits gelaufen und haben ihn seither in bester Erinnerung. Also wurde es Zeit, wieder Mal die 400 Kilometer von Stuttgart nach Bad Frankenhausen zu fahren, um die Erinnerung aufzufrischen.

Dass der Lauf in der Region „verwurzelt“ ist, erkennt man nicht nur daran, dass er bereits zum 32. Mal stattfand. Auch an jeder Ecke in der Stadt wird mit Aushängen darauf hingewiesen, in nahezu allen Geschäften hängt ein Plakat und so ziemlich alle Quartiere waren bereits eine Woche vorher ausgebucht.

Die meisten Veranstalter schmücken sich gerne mit dem Etikett „Marathon“ auch wenn der, neben dem „Hauptevent Halbmarathon“, oft nur ein Schattendasein fristet. Nicht so beim Kyffhäuser. Der heißt Berglauf, umfasst insgesamt neun Veranstaltungen und der Marathon hat nicht mal die meisten Finisher. Übrigens ist es erst ab diesem Jahr eine richtige Marathonstrecke, vorher war sie wohl etwas kürzer, denn der Veranstalter versichert auf seiner Internetseite, dass die Strecke jetzt genau 42,2 Kilometer lang sei – GPS-vermessen.

 
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Das Wetter war kühl (ca. 6 Grad), als wir Punkt 9.00 Uhr auf die Strecke geschickt wurden und es sah so aus, dass es trocken bleiben würde. Etwa 1,5 Kilometer lief man durch die Stadt, bis es hinaus auf der Landstraße Richtung Rottleben ging. Das Höhenprofil zeigte auf den ersten 10 Kilometern nur moderate 70 m Steigung an und so konnte man also problemlos laufen. Vor Rottleben ging es rechts weg auf einen Feldweg, nach knapp zwei Kilometern aber war man bereits wieder auf der Landstraße.

Auf dem Feldwegabschnitt passierte man die Barbarossahöhle und der Kaiser höchstpersönlich stand an der Strecke und ließ sich gerne mit Läufern ablichten. Das mit dem Barbarossa aber ist eine andere Geschichte, dazu liest man den Laufbericht von Jo, der den ganzen Mythos um den sagenumwobenen Herrscher dort ganz ausführlich beschrieben hat.

Immer noch auf der Landstraße ging es nach Steinthaleben hinein und an der Verpflegungsstation vorbei. Bisher hatte ich jegliche Kilometerbeschilderung vermisst, schätze aber, dass hier etwa Kilometer acht war.

Die Straße führte aus dem Ort hinaus und nach weiteren angenehmen 10 Minuten ging es ganz ordentlich hoch. Nun ja, wie Jo schon geschrieben hat, war die Steigung aber noch gut zu joggen, selbst ich als langsamer Läufer musste hier nicht gehen. Oben angelangt, bog der Weg scharf rechts weg von der Straße, und ab jetzt lief man auf Feldwegen. Kurz danach sah ich dann endlich die erste Entfernungsangabe: Noch 30 km. Aha, beim Kyffhäuser zählt man abwärts.

 
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Bei meiner ersten Teilnahme 2007 hatte ich für den Lauf 5:10 Stunden gebraucht. Diese Zeit wollte ich  unterbieten, musste also irgendwas um die 7 min/km laufen. Ich war daher froh, dass jetzt doch noch eine Markierung kam, an der ich mich orientieren konnte und sah dann auch, dass ich mit 1:26h gut in der Zeit lag.
Ab hier zeigte das Höhendiagramm eine ganz ordentliche Steigung und genau so war es auch. Immer wieder musste ich ein paar Schritte gehen. Nach einem Kilometer aber war auch das geschafft und jetzt ging es auf guten Wegen in stetem sanften Wechsel leicht rauf und runter durch den Wald, bis bei etwa km 17 (noch 25 km) eine von Soldaten betreute Verpflegungsstelle umrundet werden musste.

Danach kamen sehr schöne Kilometer auf einem schmalen Pfad, der sich im Wald den Hang entlang schlängelte. Ganz unmerklich ging es abwärts und nach einer Weile wurde der Weg breiter und nach insgesamt fünf herrlichen Kilometern sah man in der Ferne links oben das berühmte Kyffhäuserdenkmal.

Ein wenig joggen und ein wenig gehen und schon war ich oben beim Denkmal und der Verpflegungsstelle. Zuerst gab es zur Kontrolle einen Strich auf die Startnummer und dann am Verpflegungstisch alles, was das Läuferherz begehrt, auch der berühmte und Kraft spendende Haferschleim. Schnell machte ich noch ein paar Bilder vom Denkmal und Kaiser Wilhelm und schon war ich wieder auf der Strecke.

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Informationen: Kyffhäuser Bergmarathon
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