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Das eine tun, ohne das andere zu lassen

Bereich: Kommentar

Autor: Klaus Duwe
22.02.14

Wenn man, wie zurzeit ich, nicht jede Woche irgendwo auf der Strecke und anschließend mit der Berichterstattung beschäftigt ist, kriegt man Dinge mit, für die man sonst keine Antenne hat.

Kürzlich las ich in einem Magazin, dass der Anteil der SUV, das sind die großen, geländegängigen Fahrzeuge, die, wenn die rechte Fahrspur der Autobahn etwas schadhaft ist, gerne in der Mitte oder links fahren, satte 15 % erreicht hat. Ein Ende des Booms sei nicht abzusehen und der Anteil werde bald auf 20 % steigen.

Im Radio hörte ich von einer Food-Designerin, die weltweit Lebensmittelhersteller bei  Neuentwicklungen berät, dass es einerseits einen Trend zu regionalen, andererseits aber auch zu exotischen Produkten gibt.

 
 
City-Marathons stehen hoch im Kurs
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Was hat nun das eine mit dem anderen und beides mit dem Laufen zu tun?  Nun, in beiden Beiträgen wurde auch erklärt, weshalb das so ist. Der Mensch sei heute nicht mehr auf eine Sache festgelegt. Er sei vielseitiger interessiert  und bevorzuge Produkte, die einen mehrfachen Nutzen bieten, oder Beschäftigungen, die vielseitig ist.  Die Erfolgsgeschichte des SUV begann, als man dem Geländewagen das Nutzfahrzeugimage nahm und ihn in Richtung Sportwagen- und Familienkutsche entwickelte. Ein Porsche Cayenne oder ein Audi Q 5 hat heute ein nicht minder sportliches Image als ein Coupé, nur dass diese Fahrzeuge eben vielseitiger sind.

Beim Essen ist es genauso. Man bevorzugt aus vielerlei Gründen regionale Produkte, aber dann darf es ruhig einmal ein Wein aus Südafrika oder Kalifornien sein oder ein Steak aus Argentinien.  Man ist da flexibel, man ist nicht festgelegt.

 
 
Megatrend Trailrunning
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So, aber jetzt zum Laufen. Auch da gibt es einen Megatrend: Das Trailrunning. Und jetzt überlegt und sagt selber einmal, weshalb ihr nicht nur in Berlin, New York oder Rom die Straßen erobern, sondern auch mal beim Jungfrau Marathon oder Rennsteiglauf Berg- oder Waldluft schnuppern wollt.  Neben vielen anderen Gründen werden „Abwechslung“  und „Vielseitigkeit“ die hauptsächlichen Argumente sein. Immer mehr Läuferinnen und Läufer entscheiden sich für einen Landschafts- oder Bergmarathon oder für einen Trailrun. Ist ja auch kein Problem, man kann leicht das eine tun, ohne das andere zu lassen.

So ganz nebenbei: Aus diesem Grund hat heute auch fast jeder ein Smartphone.

Wenn an diesen Thesen tatsächlich etwas dran ist, dann hat Trailrunning eine blendende Zukunft. Denn neben Abwechslung ist Trailrunning auch Herausforderung. Und zwar eine, die für Läuferinnen und Läufer viel naheliegender als z. B. Triathlon ist, alleine schon wegen des hohen Trainings- und Materialaufwandes der Vielseitigkeitssportart.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Das SUV, der Marathon, das Smartphone, das ganze Lifestyle wurde nicht so erfunden, wie es heute ist. Es hat sich so entwickelt. Und das wird beim Trailrunning nicht anders sein. Da wird sich in den nächsten Jahren unheimlich viel tun. Und wir sind dabei.

 

 
 
 
 
 
 

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