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Ist das Trailrunning?

Bereich: Kommentar

Autor: Klaus Duwe
05.05.13

Wo fängt Trailrunning an, wo hört es auf? Jeder hat da offenbar seine eigene Definition.  Jedenfalls kann man das den vielen Zuschriften entnehmen, die uns seit dem Live-Going von TRAILRUNNING.DE erreichen. Jetzt gibt es eine "amtliche" Definition.

Laut Wikipedia ist ein Trail ein schmaler Pfad, Trailrunning das Laufen abseits asphaltierter Straßen. Gehören also die meisten unserer seit Jahren beliebten  Wald- und Landschaftsläufe in die Rubrik Trailrunning?

Für viele geübte Trailrunner beginnt Trailrunning erst ab einer bestimmten Distanz, am besten verbunden mit möglichst vielen Höhenmetern. Andere sehen das überhaupt nicht so. Hauptsache, die Wege sind nicht asphaltiert oder betoniert, die Distanz spielt keine Rolle. Es gibt auch ganz Extreme, die off-road bevorzugen und alles meiden, was nach einem markierten Weg ausschaut.

 
 
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Und wer hat recht? Alle!  Weil Trailrunner in keine Schablone passen. Trailrunner sind die Anarchisten unter den Läufern.  Sie laufen von A nach B nicht auf dem schnellsten und bequemsten, sondern auf dem schönsten und schwierigsten Weg. Wie breit und schmal der ist, ist egal. Hauptsache Natur, möglichst rustikal.

Kein geübter Trailer sollte auf die herabschauen, die sich beim Hornisgrinde- oder Schwarzwald Marathon erstmals an 42 Kilometer auf Natur- und Forstwegen mit einigen Höhenmetern wagen, oder in Zermatt an den ersten Bergmarathon.  Auch die richtig guten Trailer, die Weltelite, wie Jonathan Wyatt oder Lizzy Hawker haben so angefangen, haben ihre Leidenschaft bei solchen Läufen entdeckt und ausgelebt und sich auf’s Trailrunning spezialisiert. Trotzdem machen sie auch immer wieder mal bei Straßenläufen mit, Jonathan Wyatt sogar bei Olympia (2004 Athen/2:17). Lizzy Hawker, 2005 Siegerin beim UTMB, wurde ein Jahr später Weltmeisterin im 100 km Straßenlauf (7:29).

Das ist ja das Schöne an unserem Laufsport: Es gibt so viele Facetten. Bahnlaufen in Stadien, Laufen durch Wälder und Wiesen, interessante Städte und auf abgelegenen Wegen durch herrliche Landschaften.

Und das Tolle ist: Man muss sich nicht für EINES entscheiden.

Trotz allem, im Sport geht nichts mehr ohne Verband und ohne Regel.  Normalerweise sagt man uns Deutschen nach, dass wir darin gerne Vorreiter sind. Da das Trailrunning aber aus Frankreich kommt und dort auch die wohl bekannteste Veranstaltung, der Ultratrail du Mont Blanc (UTMB)  stattfindet, wurde auch dort der Weltverband gegründet, die TRA  (Trail Running Association). Deren Sprecher  ist Michel Poletti, im „Hauptberuf“ Race-Director beim UTMB.

Die TRA definiert einen Trail so: „Die Strecke verläuft auf geteerten oder zementierten Straßen nur dort, wo kein anderer Weg vorhanden ist und höchstens zu 10% bis 15%, jedoch maximal 30% der Gesamtstrecke.“ Als Utra-Trail werden Läufe ab einer Distanz von über 80 km bezeichnet.

So, das wäre jetzt auch geklärt.

Nun aber „runter von der Straße“, rein ins Gelände 
und dann viel Spaß beim Trailrunning.

Euer Klaus

 
 
 
 
 
 

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