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Von Marathonis, Trailrunnern und Bravehearts

Bereich: Kommentar

Autor: Klaus Duwe
12.03.14

Ein Marathon ist vielen Läuferinnen und Läufern nicht mehr genug. Das weiß man. Auch Ultras tun sich schwer, denn bald war jeder einmal in Biel. Aber Trailrunning, das hat was. Deshalb gibt es immer mehr Veranstaltungen mit immer mehr Teilnehmern.

So richtig aber boomt, ich nenne es mal die „verschärfte Variante“, der Survival Run. Gemeint sind Läufe über künstliche Hindernisse, durch Schlammlöcher und mit Tauch- und Schwimmeinlagen im eiskalten Wasser.

Ein gewisses läuferisches Vermögen reicht für eine solche Herausforderung nicht aus,  Mut und/oder Übermut, aber auch Geschicklichkeit sind ebenso Voraussetzung. Und wer nicht eine gehörige Portion Verrücktheit und Abenteuerlust in sich spürt, wird daran keine Freude haben.

 
 
City-Marathon
© trailrunning.de

Dennoch sind die Teilnehmerzahlen so enorm, dass viele Marathon-Veranstalter vor Neid erblassen. Ganz aktuell vergangenes Wochenende: 3000 beim BraveheartBattle (schon Monate vorher ausgebucht) und 2000 bei der Premiere des SurvivalRun in Thun in der braven Schweiz.

Mir ist klar, über solche Veranstaltungen kann man geteilter Meinung sein. Die einen winken entrüstet ab, andere amüsieren sich beim Zuschauen, würden selber aber nie ihre Gesundheit bei einem solchen Lauf aufs Spiel setzen und wieder andere sind begeistert dabei.

 
 
Trailrunner
© trailrunning.de

Aber es ist nicht so, dass diese „Verrückten“ aus einer anderen Welt kommen. Sie sind jünger als der durchschnittliche Marathonläufer, das stimmt. Aber jünger als diese Gruppe sind mittlerweile auch die Trailrunner. Es sind gute Läuferinnen und Läuferinnen. Wer nach zwei Stunden laufen, klettern und kriechen noch zwei Kilometer den Berg hoch rennt, hat sich dieses Prädikat verdient. An ihrem Schuhwerk erkennt man, wo sich die Survival-Runner sonst so rumtreiben: nahezu alle tragen die Trailvarianten der bekannten Laufschuhmarken. Und viele Gesichter kennt man von diversen Marathon-Veranstaltungen her.

 
 
Survival-Run
© trailrunning.de

Sie gehören zu uns. Der Unterschied: Ein- zweimal im Jahr ticken sie aus, sie bemalen sich bunt, ziehen sich verrückt an, trinken Bier statt Iso. Ein extra Schub Adrenalin ist fällig.

Und jetzt mal ehrlich: Es ist doch egal, ob jemand für einen Marathon oder einen Ultra-Trail trainiert, oder weil er ein Braveheart oder Tough Guy werden will. Hauptsache er/sie läuft.

Im Laufsport hat sich wie in allen Lebensbereichen in den letzten Jahren unheimlich viel geändert. Das wird so bleiben. Vielleicht geht heute alles nur noch viel schneller.

 
 
 
 
 
 

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