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11.06.17 - Frankenweg-Lauf

Neu und verbessert

Es ist viel von Bier die Rede in letzter Zeit. Zufall? Der Frankenweg führt jedenfalls durch Deutschlands Brauregion Nr. 1, Bierfranken genannt. Trotzdem ist dieses anregende Getränk nur Gesprächsthema hinterher, in der Erholung.  Ein kühler Hopfentee bei der Hitze...

Neues Team, neues Glück. Michael hat übernommen und präsentiert souverän seine Premiere auf einem kleinen Platz in Gasseldorf. Kennt ihr nicht? Der Erfinder der Frankfurter/Wiener Würstchen stammt von hier. Herr Lahner war das. Knapp 100 Läufer lauschen der Briefingrede. Viele, ganz viele sind schon hier gelaufen, ebenso viele haben sich schon verlaufen. Michael erläutert ausführlich, was er dagegen unternommen hat. Zum Startpunkt geht‘s hoch in den Wald, ein erster Marsch steil hoch, Richtung Hummerstein. Das zählt aber noch nicht zur Strecke und den Höhenmetern...

8:00 Uhr. Pünktlicher Start. Von hier an ausschließlich auf dem Frankenweg, der ist für Wanderer gut beschildert.  Für Läufer, besonders die schnellen, hat Michael Pfeile gesprayt. Dunkelviolett (Frankenwegfarbe) auf graubrauner Rinde und im Schatten. Ob das gut geht?
Wie wir hören, ist der Frankenweg stellenweise verlegt worden und hat jetzt viel, viel mehr Trail. Und das von Anfang an. Die ersten drei km haben es in sich. Zum Eingewöhnen genau richtig. Alles stimmt, Wetter, Untergrund, gute Laune, die Kameraden. Sagenhafte Aussichten über das Wiesenttal. Und schon jetzt flitzen manche auf eigenen Pfaden herum. Das bleibt auch so bis fast zum Schluss. Umwege inklusive.

Alle 4 km Versorgung. Getränke, diesmal leckerer Apfelsaft, Wasser, was zum Naschen, sehr wichtig: Salz,  alles durchdacht und top. Wer  läuft und keinen VP antrifft, läuft auch nicht auf dem Frankenweg... Wunderbare Trails, zur Entspannung auch mal ein Forstweg. Mehr hoch als runter. Einfach klasse. Klettereinlagen kommen dazu. Hat man die Oswaldhöhle durchkrochen, natürlich im Finstern, geht es über Klippen. Immer im Wald, im Schatten. Bei der Hitze heute eine Wohltat. Und noch ein Naturwunder: die Riesenburg, gewaltig. Ein Bach hat sich durchs Gestein gefressen und eine Versturzhöhle erzeugt. Und wir mittendurch.

Unten am Fluss ist etwa ein Drittel geschafft. Auf ganz leicht welligem Trail folgen wir der Wiesent nach Behringersmühle. Spitze,  dieses  Flusstal, große Klasse. Auch der Weg, ganz einfach zu laufen, aber total angenehm, ganz weicher Boden. Aber dann wird‘s ernst. Aufstieg auf der anderen Talseite. Steil, mitten durch Klippen auf gesichertem Weg, Geländer und Stufen, geht’s Richtung Gößweinstein. An der Burg überqueren wir den Bergkamm, abwärts nun bis zum Freibad. Hier startet der Halbmarathon. Gefühlt ist aber die erste Hälfte die schönere...

Ich bin weit hinten, kaum noch jemand in Sicht. Aber immer wieder stoßen von der Seite Kameraden zu mir  - verlaufen! Bis Pottenstein laufen wir eigentlich nur bergab. DukriegstdieMotten denke ich, als kurz vor dem Ort ein alpiner Steig beginnt. Steil und abschüssig, zum Teil mit Seilsicherungen! Aber erstmal richtig hoch, damit man auch was davon hat. In diesem Tal ragen sehr steile Wände auf. Ein Paradies für Felsenkletterer. So manche sind in der Wand, andere unten beim Camping. Es ist wohl ein beliebtes Ausflugsziel, wir müssen uns den Trail mit den Wanderern teilen. Hier ist richtig was los und wir mittendrin!

Sehnsucht kommt auf, als ich auf dem klaren See links die bunten Tretboote sehe. Naja, bloß weiter, ins Klumpertal. Still und einsam durch Wald und Feld, auf tollem Trail. Klar, auf die Baumwurzeln sollte man achten, sonst kann es wehtun. Oben ist Schotter. 1 km bis in den Ort, etwas Wiese, dann wieder Schotter. Schnelles Laufen wäre möglich, bei mir nicht so sehr: Die knallende Sonne und die Hitze. Erste Helden kommen mir entgegen! Zu Fuß oder mit dem MTB, die Medaille um den Hals und breit grinsend. Für mich sind es noch so 6 km...

Nach Soranger mit toller Versorgung kommt noch ein sehr schönes Stück Weg. Waldrand, Wiese, über eine Straße und hoch. Verdammt steil, zur Burgruine Leienfels. Aber außer Felsen kann ich nicht viel erkennen und bin froh, oben zu sein. Im Ort müssen wir durch eine Gaststätte, die Gäste johlen. Bloß nicht die Kellner umrennen...

Im Wald dann bequem abwärts. Wenn sowas ist, kommt das dicke Ende sofort, das war schon den ganzen Weg so. Und klar, kurviger, steiler, aber auch schöner Trail den letzten Berg hoch, etwa 1,5 km. Oben beginnt ein Weg. Obacht, sehr steil und diesmal abwärts.

Ins Ziel rechts über eine Wiese, an den Gebäuden entlang, dann der Zielbogen, Zeitnahme und - Erholung. Wer mag, mit Brauerzeugnis, bleifrei draußen, mit Geschmack drinnen. Da läuft die Siegerehrung für den Marathon. Jeder kommt dran. Als Präsent ein Glas Honig. Der gibt Kraft für nächstes Jahr.

Leider keine Bilder, dank defekter Speicherkarte. Sorry, echt schade.

Fazit

Frankenweg 2.0 ist Landschafts- und Orientierungslauf in einem. Fast nur Trail in wunderschöner Landschaft. Trotz "nur" 1000 hm sehr anspruchsvoll, ständiges Auf und Ab in wechselnder Steilheit. Hervorragende Orga, Michael und sein Team haben sehr, sehr gute Arbeit geleistet, dafür ganz lieben Dank! Unbedingt weiter so. Und lasst die Strecke so, es geht kaum besser...

 

Informationen: Frankenweg-Lauf
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