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Wie viel Kopf steckt in den Füßen?

Bereich: Michele Ufer

Quelle: PM/Michele Ufer
27.03.13

Mentales Training & Sporthypnose für Trail & Ultraläufer


Ich bin Michele Ufer, Psychologe & Sportwissenschaftler. Bis Anfang 2011 glich meine Läuferbiographie einem leeren weißen Blatt. Doch das sollte sich ändern. Ich wollte am eigenen Leib erleben und aufzeigen, zu welchen Leistungssteigerungen der Mensch in der Lage ist, wenn er an den richtigen mentalen Stellschrauben dreht. Das Ergebnis übertrifft die kühnsten Erwartungen.

Ohne jemals einen Marathon, Halbmarathon oder 5km-Rennen absolviert zu haben und mit nur 3 Monaten systematischer Vorbereitung, bin ich im März 2011 beim 250km-Lauf durch die trockenste Wüste der Welt, dem Atacama Crossing in Chile, gestartet. Angekommen bin ich auch. Und zwar vor vielen erfahrenen Läufern und Profis. Auf einem sensationellen 7. Platz..

Kurz darauf wurde ich zum Mount Everest eingeladen und bin dort bei meinem ersten offiziellen Marathon (gleich dem höchsten der Welt) bester Deutscher geworden. Diese Rankings sind mir nicht wichtig. Sie zeigen jedoch in aller Deutlichkeit, dass mein Ansatz mehr als aufgegangen ist: Training mit Köpfchen.

Fasziniert von meinen eigenen Erfolgserlebnissen und denen meiner Kunden, führe ich seit 2013 im Rahmen einer Doktor-Arbeit ein Forschungsprojekt zum Einsatz von Mentalem Training und (Aktivwach-) Hypnose im Laufsport & Management durch.


Mit Köpfchen trainieren


Wann immer man Sportler fragt, ob der „Kopf“ wichtig sei für sportlichen Erfolg, wird eben dieser Kopf genickt und die Antwort lautet: „Ja, natürlich!“ Jeder Mensch weiß mittlerweile, dass Erfolg, aber auch Misserfolg immer auch Kopfsache ist, eine Frage der Einstellung. Was allzu oft unbeantwortet bleibt: Wie genau stellt man es denn an bzw. seinen „Gehirnmuskel" optimal ein, und wie kann man mentales Training und Sporthypnose nutzen, um schnell und genau die Ergebnisse zu erzielen, die man sich wünscht?

Ich weiß natürlich nicht, wie viele Stunden Du im Durchschnitt pro Woche trainierst. Ob 3, 5, 10 oder 20 Stunden, das hängt ab von Deinen persönlichen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen. Aber, Hand auf’s Herz:  Da Du ja zustimmst, dass auch der „Kopf“ eine entscheidende Rolle bei Deinen Vorhaben spielt -  wie viel Deiner durchschnittlichen Trainingszeit verwendest  Du bisher für ein Mentales Training? Eher weniger? Vielleicht glaubst Du, mentale Fähigkeiten seien angeboren?

Das Gegenteil ist der Fall. Man kann sie genauso lernen, wie man physische Fähigkeiten lernen und trainieren kann.

 

Mentale Trainingspläne


Überall kursieren Trainingspläne für alle möglichen Distanzen und Zielzeiten und sie sind sicherlich auch eine große Hilfe. Nur, warum beinhalten diese Pläne so selten Einheiten zum Mentalen Training? Obwohl wissenschaftlich dokumentiert ist, dass die Ausdauerleistungsfähigkeit vor allem eine Frage des - Achtung - Gehirns ist. Obwohl dokumentiert ist, dass man die Kraft der Gedanken sehr raffiniert und gezielt einsetzen kann, um vermeintlich automatisch ablaufende körperliche Prozesse, wie z.B. das Schmerz- & Müdigkeitsempfinden, Stressreaktionen, den Stoffwechsel, die Regeneration und Heilung nach (Sport-) Verletzungen positiv zu beeinflussen.

Würde es vor diesem Hintergrund nicht Sinn machen, sich etwas mehr mit mentalen Prozessen zu befassen, die die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden dramatisch verbessern können?


Unbewusste Ressourcen anzapfen


Gehen wir noch einen Schritt weiter. Ein Großteil unseres Verhaltens läuft automatisiert und unbewusst ab. Experten sprechen von 90-95%. Während Du jetzt diesen Artikel liest, funktioniert z.B. Deine Atmung und Muskel-/Haltearbeit völlig unbewusst. Genau dieser Autopilot macht uns lebensfähig, entlastet das Alltagsbewusstsein. Er sorgt dafür, dass viele Dinge blitzschnell bzw. ohne Nachdenken funktionieren. Das ist gut so, solange wir die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Aber was, wenn wir hier oder da nicht mehr ganz zufrieden sind? Wenn wir nicht die gewünschte (und mögliche) Leistung bringen, wenn uns Dinge stören, wenn es eingeschliffene Gewohnheiten, Ängste oder sonstige Blockaden gibt, die uns im Wege zu stehen scheinen?

Wenn dieser unbewusste Autopilot ein Großteil unseres Denkens, Fühlens und Verhaltens steuert, würde es da nicht Sinn machen, genau diesen Autopiloten mit einzubeziehen in das Training, in die persönliche Entwicklung? Aber wie können wir unser Unterbewusstsein ins Boot holen und dadurch unsere persönliche Entwicklung (nicht nur) im Sport beschleunigen oder erst ermöglichen?

Diesen und anderen Fragen möchte ich künftig in einer Artikelserie hier auf TRAILRUNNING.DE nachgehen. Ich freue mich, wenn ich Euch dafür interessieren und vielleicht sogar begeistern kann.

 
 
 
 
 
 

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