Der 9. ARBERLAND Ultra Trail 2026 fand am 19. September 2026 rund um den Großen Arber im Bayerischen Wald statt. Die Traditionsveranstaltung im Hohenzollern-Skistadion lockte bei goldenem Herbstwetter zahlreiche Läufer an.
Insgesamt gingen fast 1.000 Starter bei den sechs verschiedenen Wettbewerben des Events an den Start. Den größten Andrang verzeichnete dabei der Arbersee Trail (20 km) mit knapp 400 Läuferinnen und Läufern.
Die Athleten konnten sich auf anspruchsvollen, teils verblockten und technisch schwierigen Pfaden messen:
Ultra Trail (Königsdistanz): 102 km mit ca. 3.900 Höhenmetern
Classic Trail: 66 km mit ca. 2.400 Höhenmetern.
Auerhahn Trail: 47 km mit ca. 1.900 Höhenmetern.
Schachtenbach Trail: 36 km mit ca. 1.500 Höhenmetern (auch als Canicross für Mensch-Hund-Teams).
Arbersee Trail: 20 km mit ca. 900 Höhenmetern (auch als Canicross für Mensch-Hund-Teams).
Auf der Königsdistanz (102 km) sicherte sich Adam Korecky den Sieg und stellte einen neuen Streckenrekord auf. Weitere Sieger der Podestplätze waren unter anderem Filip Matejovic (66 km) und Lisa Ulrich (66 km), Harald Jörn sowie Karina Bauer (47 km), Quirin Lehner und Eva Matejovicova (36 km) sowie Markus Heinkel und Verena Wurzer über 20 km. Beim Canicross (36 km) gewannen Mathias Floß mit Sidney und Lena Plötz mit Poldi.
Die Königsdisziplin über 102 Kilometer (das so genannte „Elite Race“) stellte beim 9. ARBERLAND Ultra Trail 2026 das absolute sportliche Highlight dar. Die Läufer mussten dabei innerhalb eines straffen Zeitlimits von 15 Stunden finishen.
Im Grunde fasste die Strecke die zwei bewährten Strecken des Arberland Classic Trails (66 km) und des Schachtenbach Trails (36 km) zu einer monumentalen Schleife zusammen.
Eckdaten: Ca. 102,7 Kilometer gespickt mit rund 3.900 anspruchsvollen Höhenmetern.
Gelände: Der Kurs bot extremen Abwechslungsreichtum. Die Athleten starteten im Hohenzollern-Skistadion am Großen Arbersee. Von dort ging es über technische, oft verblockte und steinige Bergpfade, durchzogen von schnellen und teilweise gefährlichen Downhills sowie fordernden, alpinen Steigungen hinauf in die Gipfelregionen des Bayerischen Waldes. Einige flachere Forststraßen waren eher selten.
Verpflegung & Taktik: Entlang der 102 km waren strategische Verpflegungspunkte (VPs) wie die Chamer Hütte (KM 7), das Skistadion (KM 20), Rabenstein (KM 34), der Böhmhof (KM 45) und der Bretterschachten (KM 51) eingerichtet. Der letzte kritische Cut-Off-Punkt an der Strecke lag am späten Nachmittag um 18:30 Uhr.
An der Spitze des Feldes entwickelte sich ein hochklassiges und schnelles Rennen, begünstigt durch das trockene, goldene Herbstwetter.
Der Sieger: Der tschechische Ausnahmeathlet Adam Korecký (Salomon CZ / Rock Point) dominierte das Rennen eindrucksvoll. Er trotzte nicht nur den brutalen Höhenmetern, sondern managte auch wie gewohnt seine Typ-1-Diabetes-Erkrankung perfekt auf der Langstrecke. Mit einer Fabelzeit von 10:50:31 Stunden holte er sich nicht nur den Gesamtsieg, sondern pulverisierte gleichzeitig den bestehenden Streckenrekord.
Die Verfolger: Hinter Korecký gab es einen harten Kampf um die weiteren Podestplätze. Felix Killermann (Waidlergwoid) sicherte sich nach einem starken, konstanten Rennen den hervorragenden 2. Platz in 11:02:39 Stunden. Nur knapp acht Minuten dahinter lief Lucas Moskau (Regensburg Running Club) in 11:10:12 Stunden als stolzer Dritter ins jubelnde Skistadion ein.
Auch bei den Frauen verlangte die 102-km-Schleife den Starterinnen alles ab. Die Abstände an der Spitze wurden auf den zweiten 50 Kilometern deutlich größer, als die physische Erschöpfung einsetzte.
Die Siegerin: Dorottya Kovacs (Regensburg Running Club) zeigte eine meisterhafte Renneinteilung. Sie bewältigte die extremen technischen Passagen im letzten Drittel fehlerfrei und siegte souverän in einer starken Zeit von 12:56:50 Stunden.
Das Podest: Platz 2 ging an Anett Hiltensberger, die nach 14:05:28 Stunden die Ziellinie überquerte. Das Podium komplettierte Judith Behrendt (KG München), die sich nach einem harten Kampf gegen die Erschöpfung und die herannahende Cut-Off-Zeit nach 14:26:43 Stunden den 3. Platz sicherte.
