Die Geschichte des Ultra-Trail du Mont-Blanc (UTMB) ist eine der faszinierendsten Entwicklungen im modernen Sport. Was als kleines Experiment unter Freunden begann, revolutionierte innerhalb kürzester Zeit die weltweite Trailrunning-Szene.
Nachdem ein früherer Staffellauf rund um das Massiv eingestellt worden war, suchte eine Gruppe von Laufbegeisterten nach einer neuen Herausforderung. Das Ehepaar Catherine und Michel Poletti gründete daraufhin zusammen mit dem lokalen Laufclub das Event.
Das Konzept: Das Mont-Blanc-Massiv nonstop in weniger als 48 Stunden komplett zu umrunden – eine Strecke, für die Wanderer normalerweise 7 bis 10 Tage benötigen.
Die Premiere (2003): Die Organisatoren hofften auf etwa 300 Teilnehmende – letztlich standen 722 Läufer aus 19 Nationen am Start. Die erste Ausgabe versank im Wetterchaos aus Regen, Kälte und Hagel. Nur 67 Läufer (weniger als 10 %) erreichten das Ziel in Chamonix, angeführt vom ersten Sieger Dawa Sherpa aus Nepal. Dieses extreme Ausscheidungsrennen begründete sofort den Mythos des UTMB.
Das Rennen sprach sich in der Szene wie ein Lauffeuer herum. Bereits 2005 war das Rennen innerhalb von 24 Stunden ausverkauft. Um den gigantischen Andrang zu bewältigen und den Hauptlauf zu entlasten, wurden nach und nach die heute bekannten Zusatzrennen ins Leben gerufen (2006 der CCC, 2009 der TDS).
Zusätzlich führten die Veranstalter ein Punktesystem und eine Lotterie ein. Läufer mussten fortan bei anderen harten Ultraläufen Qualifikationspunkte sammeln, um überhaupt in den Lostopf zu gelangen.
Der UTMB lockte zunehmend absolute Ausnahmeathleten an, die den Sport auf ein neues Leistungsniveau hoben.
Marco Olmo: Der Italiener ist eine absolute Legende des Ultra-Trail du Mont-Blanc. Er gewann 2006 und 2007 als 58- bzw 59jähriger das prestigeträchtigste und härteste Trailrunning-Rennen der Welt zweimal in Folge.
Kilian Jornet: Der junge Spanier gewann 2008 sensationell im Alter von nur 20 Jahren und dominierte das Rennen fortan.
Lizzy Hawker: Die britische Läuferin triumphierte zwischen 2005 und 2012 insgesamt fünfmal und ist bis heute die Rekordsiegerin des Rennens.
Später prägten US-amerikanische Stars wie Courtney Dauwalter und Jim Walmsley mit Fabelzeiten das Event. Chamonix mauserte sich in dieser Zeit zum unumstrittenen „Mekka des Trailrunnings“
Um das Event wirtschaftlich und global auf das nächste Level zu heben, gingen die Gründer 2021 eine strategische Partnerschaft mit der Ironman-Gruppe ein.
Das Qualifikationssystem wurde komplett reformiert: Es entstand die weltweite UTMB World Series. Um beim Finale in Chamonix starten zu dürfen, müssen Läufer seither bei weltweiten Partnerschafts-Events antreten und dort sogenannte "Running Stones" sowie einen Leistungsindex erringen.
Aus dem einstigen familiären Abenteuer ist ein globales Millionen-Business geworden. Während der Rennwoche verändert sich das beschauliche Chamonix in eine pulsierende Metropole mit über 100.000 Gästen, Sponsorenmessen und weltweiter Live-Übertragung. Trotz gelegentlicher Kritik von Traditionalisten wegen der starken Kommerzialisierung bleibt der UTMB unangefochten der sportliche und emotionale Höhepunkt des Trailrunning-Kalenders.
PTL La Petite Trotte à Léon
300 km und 25.000 Höhenmeter Zeitlimit 151 Stunden
Start: Montag, 24. August 2026, 8:00 Uhr in Chamonix
MCC De Martigny-Combe à Chamonix
40 km 2.350 hm Zeitlimit 10 Stunden
Start: Montag, 24. August 2026, ab 10:00 Uhr in Martigny-Combe
TDS Sur les Traces des Ducs de Savoie
ca. 145 km und 9500 hm Zeitlimit ca. 44 Stunden
Start: Montag, 24. August 2026, 23:50 Uhr in Courmayeur
ETC Experience Trail Courmayeur
15 km | 1.200 hm
Start: Dienstag, 25. August 2026, ab 14:00 Uhr in Courmayeur
OCC Orsières - Champex - Chamonix
60 km - 3500 hm Zeitlimit 14:30 Stunden
Start: Donnerstag, 27. August 2026, ab 8:15 Uhr in Orsières
CCC Courmayeur - Champex - Chamonix
101 km | 6.050 hm Zeitlimit 26:30 Studen
Start: Freitag, 28. August 2026, ab 9:00 Uhr in Courmayeur
UTMB Ultra-Trail du Mont-Blanc
Distanz: 174 km | 9.900 hm Zeitlimit 46:45 Stunden
Start: Freitag, 28. August 2026, 17:45 Uhr in Chamonix
