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29.10.23 - Röntgenlauf

Der Röntgenmarathon ….

…. hat nichts mit den Strahlen zu tun, das erstmal vorweg. Obwohl, ein paar Arztkollegen sind mit dabei  - es ist ja  Deutsche Ärztemeisterschaft. Also nochmal: Es gibt kein Röntgenbild oder CT, oder was man mit diesen Strahlen sonst so alles macht. Diese wurden  hier vom Wilhelm Conrad Röntgen für medizinische Zwecke nutzbar gemacht. Hier in Remscheid- Lennep, das Museum klärt auf. Ein Besuch lohnt sich.

Was sich für uns noch mehr lohnt, ist das Laufevent. Zum 21. Mal schon findet der Röntgenlauf statt. Halb-, Voll- und Ultramarathon, von 21 bis 63 und manchmal auch ein Hunni. Die habe ich alle schon durch, nur den Marathon mit dem geänderten Konzept noch nicht.

 

 
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Das sieht den Start am Clemenshammer vor. Dort ist das Ziel des Halbmarathons und eine Labestation für die Ultras. Ein großer Bus bringt uns dahin, vorher haben wir Gelegenheit, dem Start des Hauptfeldes beizuwohnen und den etwa 1000 Startern gutes Gelingen zu wünschen.

Pünktlich um 8:45 rollt der Bus an und setzt uns am Clemenshammer ab. Da ist alles, von Erfrischungen bis zum Dixi. Nur kein Regendach… Aber die Himmelsschleusen halten dicht. Am Start um 9:30 ist ein übersichtliches Feld, 114 Läuferinnen und Läufer werden schließlich im Ziel gezählt und gewertet.

Die Strecke startet so ziemlich an der tiefsten Stelle und folgt dem Lauf des Morsbaches.

 

 
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Wenig Asphalt, viel Waldboden  und so manche Steigung warten auf uns. Die schönste ist ja die Wand, inzwischen mit Geländer. Alle paar km treffen wir auf gut bestückte VP`s mit toll engagierten Helfern. Wir sind die Ersten heute, die Ultras liegen etwas zurück. Also das ganze Programm und volle Aufmerksamkeit für uns!

Straßen werden auch gequert, alles ist abgesichert und sämtliche Autos für uns angehalten! Der Regen hat uns einiges an Pfützen und Schlamm beschert, aber mit gutem Profil kommt man prima durch, auch ohne sich einzusauen. Ganz plötzlich bin ich unter der Müngstener Eisenbahnbrücke, immer noch die Höchste im Land. Und ebenso plötzlich stehe ich am Schloss Burg-Blick-VP. Und da fliegt der führende Ultra vorbei. Freundlich grinsend schwebt er davon, mit gewaltigem Vorsprung vor den Verfolgern.

 

 
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Ich schwebe auch weiter, aber langsamer. Ich will ja genießen. Der Herbstwald ist einfach zu schön, manchmal kommen sogar Sonnenstrahlen durch!  Das hört im Eschbachtal auf, es zieht sich zu. Am Bach längs, in Richtung der Talsperre. Kurz davor liegt das Freibad, wo die Zwischenzeit genommen wird. An der großen Verpflegungsstelle kann, wer erschöpft ist, aussteigen. Ein Bus holt die Kameraden ab. Letzte Chance, denn jetzt kommt es dicke. Auf den letzten 21 km erwarten uns die meisten Höhenmeterchen.  Beim Marathon immerhin 940, beim Ultra 1300. So etwa.

Sobald man die A1 unterquert hat, geht es los. Hoch zur Staumauer, dann im Wald weiter aufwärts. Erst in Bergisch Born ist wirklich der höchste Punkt geschafft. Himmelsleiter nennt sich der steile Aufstieg…

 

 
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Auf einer alten Bahntrasse kommt ein entspannter Kilometer, dann gibt es wieder Gras und Matsch auf den Trails. Einfach schön, auch wenn ab und zu ein paar Regentropfen fallen. Irgendwann links ab, einer Straße entlang dem Dörpebach folgen. Ganz schön hügelig hier, dafür mit Abort direkt am Weg. Beim nächsten VP werden traditionell Bratwürste serviert, das wissen aber nur Insider. Mit Kölsch kann man sie runterspülen und die letzten 10 km in Angriff nehmen. Es folgt unmittelbar der zweithöchste Aufstieg, die Stärkung ist also nicht umsonst.

Schnell hoch und auch wieder runter, rechts ab zur Wuppertalsperre, dort am Ufer weiter nach Norden. Es regnet nun deutlich stärker, aber unter den Bäumen geht es einigermaßen. Die Regenhaut bleibt, wo sie ist. Kaum 5 km noch und es kommt nochmals ein Aufstieg; so einer von der lästigen Sorte. Endlos. Nervtötend. Als es bergab geht, findet man den letzten VP.

Dann über eine Brücke, rechts ab und auf schmalen Trail einem Nebenbecken entlang und auf  die Staumauer zu. Die Waldkirche ist unser Ziel. Von links kommen Läufer von kürzeren Strecken, die dürfen auf der Straße bleiben, wir bleiben auf dem Trail. Richtig schön, nicht zu steil, der Boden weich. Oben dann Felder, erste Häuser und  bergab der  Zieleinlauf!

Freude, Jubel und Bergischer Sportsfreund, ein spezielles alkoholfreies Helles. Die Marathonschnecken gibt es natürlich auch noch, die Überlebenden freut’s.

 

 
 
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Fazit

 

Der Röntgenlauf rund um Remscheid ist das klassische Kult-Laufevent im Herbst. Beste Versorgung und Organisation, freie Streckenwahl unterwegs ohne Meldekuddelmuddel. Man muss einfach nur laufen. Aber auch aufs Wetter achten und danach dann die Ausrüstung wählen. Um die Jahreszeit ist hier alles möglich!

 

Informationen: Röntgenlauf
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