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11.09.10 - Jungfrau-Marathon

Suchtgefahr! Vorsicht, ansteckend

 

Anfängerfehler


Am Samstag können wir es dank der guten Lage des Hotel Interlaken ruhig angehen lassen. Der Start ist erst um 9 Uhr. So haben wir Zeit für Frühstück ohne Eile. Um 8.15 Uhr gehen wir vom Hotel zum Startbereich und wollen unsere Kleiderbeutel für den Transport zum Ziel abgeben. Da fällt mir auf, dass ich meinen Beutel im Hotel gelassen habe. Also, rasch zurück, Beutel holen und abgeben. Ich war wohl etwas zu entspannt. Anfängerfehler, und das bei meinem 50. Marathon.

 
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Es herrscht Stimmung. Die Brems- und Zugläufer sind gut an den Fahnen mit der Aufschrift der Zeitvorgabe an langen Stäben zu erkennen. Die Stäbe stecken am Rucksack und bieten auch im Rennen eine gute Orientierung.
So langsam füllen sich die verschiedenen farbig markierten Startbereiche für die unterschiedlichen Zielzeiten. Es wird Ernst. Traditionell erklingt die Schweizer Nationalhymne und Punkt 9.00 Uhr erfolgt der Startschuss.

 

Aufwärmrunde


Entlang des Höhewegs stehen viele Zuschauer und feuern uns an. Die Stimmung unter den Läufern und Zuschauern ist prächtig. Der JM ist nicht nur für die Läufer aus aller Welt Kult, er ist auch fest verankert in Interlaken und der Region Berner Oberland. Wir werden es wieder an der Begeisterung entlang der gesamten Strecke spüren.

Der Aufwärmrunde führt uns an den Rand des Thuner Sees. Hier steht auch schon die erste der vielen Gruppen, die den Läufern musikalische Unterstützung bieten.  Nach drei KM kommen wir ein zweites Mal am Startbereich an der Höhematte vorbei. Noch einmal steigt die Stimmung.

Wir laufen nun geradeaus und vorbei am Hotel Interlaken. Aber das sieht mich erst am Abend wieder – als glücklichen Finisher. Am Ostbahnhof biegen wir rechts ab und laufen Richtung Bönigen. Dort stoßen wir an den Brienzer See.
Vorher erreichen wir beim KM 5 die erste von vielen Verpflegungsstellen. Wieder einmal ist die Organisation zu loben. Der JM ist auch hier das Maß aller Dinge. Alles ist da was das Läuferherz begehrt. Es gibt Wasser und Iso, später auch Bouillon und Cola. Dazu Bananenstücke, Gels und kleine Stücke Riegel. Wer sich hier nicht bestens versorgt hat selber Pech. Ich greife zu.

 
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Auch in Bönigen ist wie in allen Dörfern an der Strecke Stimmung. Man steht draußen in der Sonne und heizt uns ein. Dazu spielt auch hier wieder eine Musik. Viele sitzen auch vor ihren Häusern und lassen sich das Frühstück schmecken während sie die Läufer betrachten.

 

Zwei Holzbrücken


Die ersten 10 KM verleiten so manchen zu einem zu forschen Anfangstempo. Es geht flach dahin. Erst nach KM 10 kommt in Wilderswil eine erste Steigung. Auf dem Weg dahin laufen wir bei schönstem Wetter mit wolkenlosem Himmel und angenehmen Temperaturen aus Bönigen heraus. Eine Holzbrücke führt über die Lütschine. Weiter geht es geradeaus. Nur nicht hasten denke ich mir und trabe weiter locker daher. An der Holzbrücke ist wieder ein kleines Stimmungsnest. Kinder halten ihre Hände zum Abklatschen hin und feuern uns an.

Da kommt auch schon mein erster persönlicher Höhepunkt des Laufes. Die zweite Holzbrücke über die Lütschine in Wilderswil und die erste Steigung. Vorher aber wieder Verpflegung, Musik und Stimmung.

 

Stimmungsnester an der Strecke


Es gibt zwar beim JM nicht so viele Zuschauer wie bei einem Stadtmarathon, schließlich ist der JM ein Landschaftsmarathon. Aber in den Orten durch die er führt ist richtig was los.

Ich kann mir die verschiedenen Musikgruppen gar nicht alle merken. Es gibt mehrere Gruppen mit Guggemusik, Steelbands heizen uns ein und natürlich die traditionellen Trychlergruppen. Die Trycheln sind Viehglocken. Sie werden jedoch nicht wie Glocken gegossen sondern aus Blech gehämmert. Dadurch erhalten sie ihren charakteristischen scheppernden Klang und sind zudem sie auch leichter.

Neben den Trychlergruppen sehe ich auch wieder viele Einzelpersonen die uns mit Trycheln anfeuern. Auffallend viele Kinder sind mit Trycheln aller Größen dabei. Danke für die stimmungsvolle Unterstützung!

Neben dem Genuss für die Ohren bieten die Musikgruppen auch was für’s Auge. Leider kann ich diesen kaum mit der kleinen Kamera festhalten. Selber anschauen – und zuhören.

 

Informationen: Jungfrau-Marathon
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