Ein EXTREME unter besonderen Vorzeichen: Starkregen und die tief liegende Schneefallgrenze zwangen die Organisatoren des TREK® Matterhorn Ultraks am Freitag dazu, den Start des EXTREME um zwei Stunden zu verschieben und das Rennen auf einer verkürzten Strecke durchzuführen.
Sportlich entwickelte sich darauf ein schnelles und hochintensives Rennen. Der Italiener Alex Oberbacher setzte sich nach einem packenden Duell mit Lokalmatador Martin Anthamatten durch. Bei den Frauen triumphierte die Rumänin Denisa Dragomir.
Normalerweise führt das EXTREME über 26 Kilometer und mehr als 3000 Höhenmeter durch technisch anspruchsvolles hochalpines Gelände. Aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen musste die Rennleitung am Freitag reagieren. Starkregen und Teilstrecken im Bereich der Schneefallgrenze liessen eine Durchführung auf der Originalstrecke nicht zu. Die Sicherheit der 197 Läuferinnen und Läufer hatte bei der Entscheidung oberste Priorität.
Die alternative Strecke führte über 15,6 Kilometer und 1485 Höhenmeter. Einfacher wurde das EXTREME dadurch allerdings nicht. Die kürzere Distanz, das hohe Tempo und die anspruchsvollen Bedingungen verlangten den Athletinnen und Athleten vom Start weg alles ab.
Bei den Männern entwickelte sich an der Spitze ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Alex Oberbacher aus Italien und dem Zermatter Martin Anthamatten. Über weite Teile der Strecke lagen die beiden dicht beieinander. Die Entscheidung fiel erst im letzten Downhill ab Trift, als sich Oberbacher entscheidend von Anthamatten lösen konnte. Nach 1:39:52 Stunden erreichte der Italiener als Sieger die Ultraks Plaza in Zermatt. «Für mich war die Strecke perfekt. Das ganze Rennen war ein sehr, sehr starkes Battle mit Martin Anthamatten», sagte Oberbacher nach seinem Erfolg.
Nur 37 Sekunden später überquerte Martin Anthamatten in 1:40:29 Stunden die Ziellinie. Der Lokalmatador zeigte sich trotz des verpassten Heimsiegs zufrieden: «Es war ein hartes Rennen. Während der ganzen Strecke musste man alles geben. Ich bin mit meinem zweiten Rang sehr zufrieden.» Gleichzeitig räumte Anthamatten ein, dass ihm die ursprüngliche Streckenführung entgegengekommen wäre: «Für mich wäre die Originalstrecke besser gewesen. Sie wäre technischer gewesen. Da hätte ich meinen Heimvorteil ausspielen können.» Den dritten Platz sicherte sich der Franzose Louis Dumas in 1:41:08 Stunden.
Auch bei den Frauen blieb das Rennen spannend. Denisa Dragomir aus Rumänien setzte sich nach 2:00:23 Stunden durch und feierte den Sieg beim EXTREME. «Das Rennen war in der Tat ein EXTREME. Es war kurz und sehr intensiv. Es war superhart», fasste Dragomir ihre Leistung im Ziel zusammen. Nur 55 Sekunden hinter der Siegerin klassierte sich die Französin Perrine Abadie in 2:01:18 Stunden auf dem zweiten Rang. Platz drei ging an Patrycja Stanek aus Polen, die das Ziel nach 2:03:05 Stunden erreichte. Für ein starkes Ausrufezeichen sorgte die Zermatterin Myrielle Weingand: Mit einer überzeugenden Leistung lief sie auf den starken achten Platz.
Mit dem EXTREME ist der sportliche Startschuss für die 14. Ausgabe des
TREK® Matterhorn Ultraks gefallen. Am Samstag folgen die Rennen in den Kategorien SKY, MOUNTAIN und RELAY by Loyco, bevor am Sonntag die Läuferinnen und Läufer der Kategorie ACTIVE an den Start gehen.
TREK® Matterhorn Ultraks, EXTREME, Alternativstrecke: 15,6 km, 1485 Höhenmeter
Resultate Männer:
1. Alex Oberbacher (Italien) 1:39:52
2. Martin Anthamatten (Schweiz) 1:40:29
3. Louis Dumas (Frankreich) 1:41:08
4. Nicolas Molina (Spanien) 1:42:03
5. Daniel Antonioli (Italien) 1:42:09
Resultate Frauen:
1. Denisa Dragomir (Rumänien) 2:00:23
2. Perrine Abadie (Frankreich) 2:01:18
3. Patrycja Stanek (Polen) 2:03:05
4. Alice Bausseron (Frankreich) 2:03:20
5. Nathalie Beadle (Grossbritannien) 2:07:25
