Der Reporter hat nachgeschaut und festgestellt, dass seit seinem ersten Besuch des Wolfgangsees schon wieder fünf Jahre vergangen sind. Also ist es allerhöchste Zeit, wieder im Salzkammergut vorbeizuschauen. Es muss ja nicht der Marathon sein, die Klassiker-Distanz von 27 Kilometer um den See reicht.
So geht es dann am Samstagmittag mit dem Deutschlandticket bis Salzburg, ohne Unterbrechung - da muss ich die Bahn schon einmal loben. Dank einer neuen Kooperation des Veranstalters mit den Salzburger Verkehrsverbund ist eine Weiterreise an den Wolfgangsee kostenfrei möglich und das nütze ich natürlich. So komme ich am späteren Nachmittag in St. Wolfgang an und marschiere nach dem Einchecken in der Unterkunft in das Pacherhaus, um dort die Startunterlagen in Empfang zu nehmen. Trotz des großen Interesses am Lauf, der Klassiker um den See war schon vorzeitig ausverkauft, haben die Helfer die Situation im Griff. Nur wenige Sekunden und ich habe Startnummer, einen Gutschein für Nudeln bei der abendlichen „Griaß Eich“-Veranstaltung, ein umfangreiches Printmagazin und diverse Gaben und Gutscheine in den Händen.
Anschließend führt mich mein Spaziergang in die Mitte der Marktgemeinde (knapp 3000 Einwohner) mit der ortsbildprägenden Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Wolfgang, die auf einem Felsen direkt am Wolfgangsee errichtet wurde. Der erste Vorgängerbau wurde angeblich von Hl. Wolfgang von Regensburg im Jahr 976 errichtet. Der Legende nach soll der Hl. Wolfgang mit einem Beilwurf vom nahen Falkenstein, den wir am Folgetag belaufen werden, den Ort des Kirchbaus bestimmt haben. Auf einem felsigen Hügel fand er nach drei Tagen sein Beil wieder und begann unmittelbar eine Kirche und eine Klause zu errichten. Ihr solltet auf jeden Fall dem Gotteshaus einen Besuch abstatten. Der Pacher-Altar mit seinen drei Schauseiten ist der einzige erhaltene Altar des Michael Pacher. Ja, und wer sich noch seinen Segen abholen möchte, am Lauftag ist um 8.00 Uhr ein Läufergottesdienst terminiert.
Dann gehe ich zur „Habedeehre“-Party ins Pacherhaus. Dort gibt es schon „Gitarrenmusi“ im Country-Style von einem Duo, das sich mit Moderation mit viel Input für den Folgetag abwechselt. Auch ein Blick in die Geschichte des 54jährigen Wolfganglaufs fehlt nicht. Unter anderem, dass neben Läufen bei Hitze (25 Grad) es vor vielen Jahren auch einen Wintereinbruch mit 40 Zentimeter Neuschnee am Falkenstein und Schneebruch gab. Da schickte man einen Traktor mit Allradantrieb hoch und der blieb hängen. Ein zweiter schaffte dann die Befreiung des anderen und Pläne, wie man den winterlichen Einbruch schaffen konnte, wurden auf die Schnelle geschmiedet. Letztendlich kam man dann mit einer 30minütigen Verschiebung der Startzeit davon.
Übrigens bei der Premiere 1972 liefen elf Sportler um den See und mussten sich wüste Beschimpfungen der Grundstückseigentümer und Bauern anhören.
Heute ist das Event längst bei den Anwohnern angekommen, und ich freue mich, morgen erneut um See laufen zu dürfen, zumal der Wettergott trockene und windstille Bedingungen vorhersagt. Ich bin noch nicht mit meinem Nudelmahl fertig, da stehen mit Uli und Ferdl zwei mir bekannte Wanderfreunde aus Augsburg an der Seite. Beide haben heute den seit 2022 durchgeführten Walk the Lake in gut 4,5 Stunden gemacht. Für einen Walker auf 27 Kilometer ist das schon eine top Zeit. Sie werden mich am Folgetag im Ziel erwarten.
Was ist denn alles noch geboten? Nun, der Nachwuchs darf am Samstag in Strobl an den Start. Jugend und Erwachsene können auf Strecken von 5,2, zehn und 27 Kilometer starten. Seit 15 Jahren steht der Salzkammergut Marathon auf dem Programm.
Während die klassische Runde um den See in St. Wolfgang beginnt und endet, werden alle anderen Teilnehmer mit Bus und Schiff an ihre Startorte im Bad Ischl, Gschwandt und Strobl transportiert. Bei meinem Start 2021 standen 2700 Läuferinnen und Läufer in den Startlisten. Und heute? Auch hier hat das Interesse deutlich zugenommen. Viele Frauen und junge Sportler werden auf den Strecken unterwegs sein und in den letzten Tagen wird bekannt, dass insgesamt rund 7000 Sportler aktiv sein werden.
Am nächsten Morgen verlasse ich rund eine Stunde vor den Start um 09.30 Uhr meine Unterkunft und ich mache meine Gelenke, Muskeln und Sehnen bei einem kurzen Spaziergang warm. Unten an der Schiffsanlegestelle der Wolfgangsee Schifffart steht eine lange Läuferschlange, die gleich nach Strobl, dem Startort des 5,2 Kilometerlaufes, befördert wird. Die Beherbergungsbetriebe und Geschäfte fallen mit ihrem Blumenschmuck an den Fenstern auf. Direkt an der Startlinie sehe ich dann die Zeitmessmatte und der Weg führt mich noch in das Pacherhaus. Dort ist die Startnummernausgabe fast schon beendet. Oben im Saal sehe ich noch unzählige Pokale für alle Altersklassen und für alle Strecken. Da reichen nicht ein oder zwei Tische. Bekleidung kann in der 500 Meter entfernten Volksschule hinterlegt werden.
Dann marschiere ich zum Start am Markt. In welchen der drei Startblöcke soll ich mich einordnen? Ganz nach vorne sicher nicht, dann gehe ich in den Block 3 mit einer Zielzeit ab 2.45 Stunden, und das wird schon so passen. Ich will nämlich gerade am Anfang nicht überpacen und bis zum Falkenstein zu viele Körner liegen lassen.
Dann rückt unsere Startzeit (10.30 Uhr) immer näher. Von der Moderation kommt wiederholt die Aufforderung, sich in den gewählten Block zu begeben. Der Markt ist mittlerweile voller Menschen. Und dann hören wir einen Schepperer und der erste Block macht sich auf den Weg. Ich stehe noch an der Kurve bei der Kirche und kann noch nicht erkennen, ob der zweite Block nachrückt. Mit vier Minuten Verspätung geht Block 2 auf die Strecke und wir dürfen dann nachrücken. Hinter mir mit ein paar Meter Abstand sehe ich den Pacer für die drei Stunden, weitere Pacer haben als Aufgabe die 2:00 und 2:30 Stunden. Ob ich in drei Stunden die 27 Kilometer laufen kann, werde ich sehen.
Es geht nach vorne und ich kann gerade noch ein paar Bilder schießen und die App starten, da höre ich schon das Kommando zu unserem Start um 10.38 Uhr. Nur Augenblicke später bewegt sich das Feld und wir überschreiben die Zeitmatte. Unter Applaus verlassen über die Pilgergasse, vorbei am Kongresshaus, den Ortskern. Unser Weg führt zur Anlegestelle der Schifffahrt, rechts daneben ist die Talstation der Bahn zum Schafberg. Da gibt es immer Anfang Mai den Schafberglauf, den die LG St. Wolfgang organisiert. Ein „zarter“ Lauf über 7,6 Kilometer bei 1221 Höhenmeter. Ach ja, noch ein Wort zum Startgeld des Wolfgangseelaufs. Die klassische Runde kostet bei frühzeitiger Anmeldung nur 39 Euro. Ich finde das bei den angebotenen Leistungen sehr günstig. Das kann bei uns (fast) kein Halbmarathon mithalten.
Ried, die erste Verpflegungsstelle mit Getränken nach drei Kilometern: Die Läufer greifen schon eifrig zu. Mittlerweile ist die Sonne voll am Strahlen, die Läufer auch. Mein Langarmshirt habe ich längst ausgezogen, das Kurzarmshirt reicht vollkommen. Ein paar Meter weiter, schon in Sichtweite der Steigung auf dem Falkenstein, hat sich ein Trio auf einer Aussichtsbank niedergelassen, eine Frau an der Ziehharmonika. Sie lachen, als ein verrückter Fotograf (ich) mit der Kamera herummontiere.
Nur ein paar Meter weiter verlassen wir die Wohnstraße an einer Kapelle nach rechts, der asphaltierte Weg steigt durch die grünen Wiesen an. Die Steigung ist noch laufbar, aber einige fallen schon in den Marschierschritt. Einige lachen, ich auch, als ein Kind von etwa drei Jahren neben der Laufstrecke eine Kuh mit einem Grasstengel füttert.
Das ist das Wegstück, wo man gute Bilder schießen kann. Läufer, Natur und der See mit den Bergen des Salzkammergutes im Hintergrund. Das hat schon was. Und heute mit der etwas blendenden Sonne ist das fotografierende Volk ein Genuss. Einige davon haben sich postiert, kurz bevor der Laufkurs im Wald verschwindet.
Dann geht es in den Wald, der Asphaltuntergrund endet, der Laufuntergrund wird zunehmend steiler und ruppiger. Der Pacer für die drei Stunden geht an mir kurz vorher vorbei. Eine Zeitlang sehe ich ihn noch vorne. Mittlerweile marschiert alles, nur ein Marathoni kommt von hinten heran, noch joggend. In kurzen Abständen sind Angehörige der Bergrettung postiert, die uns motivieren. Sicherheit ist hier großgeschrieben.
Immer wieder stehen am Rand Tafeln mit eigenen Geschichten, wie den Plagen auf der Pilgerreise. Ja, die Pilger mussten schon viel aushalten: Schlechtes Wetter, mangelhaftes Schuhwerk und schlechte Herbergen. Da haben wir es heute leichter, auch wenn auf dem Anstieg auf dem Falkenstein und wieder hinunter auf etwa drei Kilometer Wegstrecke 220 Höhenmeter zu bezwingen sind.
Am Wachsweichen Stein soll der Hl. Wolfgang gerastet und seinen Abdruck hinterlassen haben. An der Hacklwurfkapelle soll er seine Axt schwungausholend losgelassen haben. Den Einschlagsort kennt ihr, die Pfarrkirche in St. Wolfgang! Schließlich erreichen wir den höchsten Punkt der Strecke. Es geht dann wieder ruppig bergab bis zu einem Ort, der Wundersames Wasser genannt wird. Dort hat ein Mönch den Hl. Wolfgang begleitet und heftigen Durst leiden müssen. Wolfgang stieß schließlich seinen Stab gegen einen Stein und es sprang eine Quelle heraus, die heute noch fließt.
Nach wenigen Metern ist die Falkensteinkapelle zu sehen. Soll ich diese besichtigen? Ich muss nicht lange überlegen und erhalte von den wenigen Zuschauern an dem Kirchlein Applaus. Ich bin bisher der einzige, der aus der Läuferschlange für eine Besichtigung der Kapelle ausgeschert ist. Der Hl. Wolfgang soll hier gehaust haben. Anfangs des 17. Jahrhunderts wurde das Kirchlein errichtet. Später haben hier noch bis ins ausgehende 19. Jahrhundert Einsiedler und Mönche im Gebet verbracht. Ein wahrer Kraftort! Von oben hat man einen prächtigen Ausblick auf das Lauffeld. Durch meine Einkehr habe ich nun prophylaktisch einen Ablass auf künftige Kraftausdrücke am heutigen Tag erhalten. Das lasse ich den Zusehern wissen und die lachen und wünschen einen guten Verlauf.
Sehr steil geht es nun auf 1,5 Kilometer hinunter. Einige brettern hinunter, als gäbe es kein Morgen. Ich muss das Tempo verringern und konzentriert laufen, denn immer wieder liegt feiner Splitt auf dem Boden und wenn du mal zum Schlittern anfängst, dann gibt es kein gutes Ende. Zehn Minuten pro Kilometer sind meine Splittzeiten auf dem An- und Abstieg und den Besichtigungen. Das ist mir jetzt egal, denn später kann ich ja wieder Tempo aufnehmen.
Auf dem Gefälle ist auch ein Kreuzweg mit 14 Stationen zu sehen, der von der Verurteilung Jesu bis zur Kreuzigung reicht. Es geht auch noch an der Marienkapelle vorbei. Das Gefälle endet am Waldbad in Fürberg und wir laufen die zweite Tanke an (Kilometer 6,3). Sehr aufmerksam ist es, dass viele Läufer von einem Moderator persönlich begrüßt werden.
Idyllisch verläuft der Seeweg am Wolfgangsee, der für Radfahrer gesperrt ist. Viel Platz ist nicht, denn der Weg ist schmal. Trailrunning am Seeufer. Manchmal muss man den Kopf einziehen, da der Fels ein wenig übersteht. Wer mag denn schon eine steinerne Kopfnuss?
St. Gilgen erreichen wir nach weiteren drei Kilometer. Vor dem Mozarthaus gibt es Verpflegung und Moderation. St. Gilgen zählt rund 4000 Einwohner und ist bei uns auch deshalb bekannt, weil dort der Einheitskanzler Helmut Kohl häufig urlaubte. Die Mutter von Wolfgang Amadeus Mozart lebte hier. Außerdem war die Gemeinde seit dem Mittelalter Salzburgs „Fuß in der Tür“ zum Salzkammergut. Heute liegt die Gegend am Rand des Bundeslandes Salzburg, während die Region um St. Wolfgang zu Oberösterreich gehört.
Lueg, einige vornehme Villen liegen oberhalb unserer Laufstrecke. Sehr auffällig ist der Bau an der früheren Haltestelle Lueg, kurz vor dem Verfall, ein Lost Place, einigen Scheiben sind eingeschlagen. Wie es mit den Eigentumsverhältnissen ausschaut, wäre interessant. Der Verkehrslärm nimmt nun ein wenig auf dem separaten Radweg an der Romantikstraße Österreich (Bundesstraße 158) von Salzburg nach Wien zu. Aber davon lassen wir uns nicht stören. Vielmehr haben sich viele Grüppchen gebildet und unterhalten sich. Der zehnte Kilometer liegt längst hinter uns. Der leichte Anstieg zur Franzosenschanze kostet nicht nur mir Mühe weiterzutraben. Ich sehe schon einige in den Gehmodus fallen. Auf der anderen Seite des Wolfgangsees baut sich langsam die Drachenwand mit den dahinterliegenden Falkenstein auf.
Die nächste Tankstelle beim Seegasthof Gamsjaga sorgt beim Berichterstatter für größtes Interesse, denn nach der „normalen“ V-Stelle wartet der Sonderstand der Stiegl-Brauerei mit Ausschank von Goldbräu mit 0,0 Prozent. Klar, wo ich zugreife, oder? Wir werden auch noch von Trommlern weitergepusht und beschwingt laufen wir auf dem Radweg weiter. Kurz später verlassen wir die Bundesstraße 158 in Richtung des Sees und in den Wald. „Bahnstraße“ nennt sich der Weg. Die Aufklärung folgt prompt: Auf dieser alten Bahntrasse verband die Salzkammergut-Lokalbahn auf Schmalspur bis 1957 die Städte Salzburg und Bad Ischl über Mondsee, St. Gilgen und Strobl. Wir überqueren den Zinkenbach.
Der nächste Ort ist Gschwendt, dort starten die Läufer über zehn Kilometer, die natürlich schon über alle Berge sind. Auf uns warten wieder die Helfer an der Tränke und ein Moderator, der viele Sportler namentlich begrüßt. Nach dem Ort sehen wir ein weiteres Highlight, das unter Naturschutz stehende Blinklingmoos mit vielen seltenen Pflanzen. 100 Hektar ist das Schutzgebiet groß und die Feuchtwiesen sind Rückzugsorte für den Großen Brachvogel, Kiebitz oder Braunkehlchen.
Andere, nicht unter Schutz stehende (Lauf-)Vögel wechseln dann auf einen schmalen Pfad, die Radfahrer bleiben rechts von uns. Überholen geht nun nur mit Absprache, denn wer in den Grünstreifen wechselt, holt sich nasse Füße, dann da steht das Wasser teilweise knöcheltief.
Dann kommen drei Marathonis von hinten. Alle drei haben sich heute als Premiere den Salzkammergut Marathon mit Start in Bad Ischl und Ziel in St. Wolfgang ausgesucht. Die sind noch gut drauf und haben nun schon rund 35 Kilometer in den Beinen. Jonas Gritsch und Jonas Massani kann ich identifizieren und sie werden nach rund 4,5 Stunden eine gute Zeit bei der schwierigen Strecke schaffen. Immer weiter, nur nicht gehen, so entlasse ich sie nach vorne.
Dann geht es hinein nach Strobl, dem Startort des 5,2 Kilometer langen Panoramalaufs. Beim Kirchenwirt (neben der Kirche St. Sigismund) sind die Tische im Außenbereich gut besucht. Kurz zuvor können wir nochmals uns versorgen. Wie immer wieder auf dem Kurs sind auch hier viele Schilder zu sehen. Auf einem heißt es „Tempo ist kein Taschentuch“. Da muss ich grinsen.
Am Ischl-Fluss ist eine Streckentrennung. Die Panoramaläufer bleiben am Seeweg, und der Rest des laufenden Volkes macht einen Bogen um den 745 Meter hohen Bürglstein (mit ein paar Meter Umweg). Der Wanderweg um den Bürglstein muss absolut sehenswert sein.
Wir schwenken auf den Radweg entlang der St. Wolfgangstraße. Der ist zwar alles andere als prickelnd, aber er gehört halt dazu. Einige Läufer, hatschen ermüdet vor sich hin oder müssen gar gehen. Andere können noch aufdrehen, so wie der Johannes aus Ardagger. Er hat sich seinen Marathon gut eingeteilt und kann mir langsam davonziehen. Nachdem es bei der letzten Tränke bei Schwarzenbach kein Bier gibt, lasse ich diese aus und gehe die letzten drei Kilometer an.
Dann kommt schon Zuspruch von Rad- und Autofahrern, die auf ihrem Heimweg sind. Es geht am Camping Appesbach in Au vorbei, noch ein Kilometer zeigt ein Schild an. Die Anstrengung auf den Gesichtern der Läufer hat sich nun gelockert, der Ortseingang St. Wolfgang ist schon sichtbar. Zwei Mädels mit einer Art Krone auf dem Haupt gehen an mir vorbei, ich will dranbleiben, aber die beiden lassen mir keine Chance.
Dann geht es auf die letzten Meter, auf dem Markt hinunter. Zuerst ganz sachte, dann geht es steiler bergab und fast mit Höchstgeschwindigkeit an der Pfarrkirche herum. Ein Teppich ist für uns ausgelegt, um den ruppigen Asphalt etwas zu mildern. „Keep runnin’, beer’s comin’, ein Schild, gehalten von zwei Fans, ich halte die Kamera drauf und laufe weiter ins Ziel. Der Moderator kündigt viele Läufer an und kommt wohl nicht dazu, alle zu benennen. Dann ist die Plage mit der Pilgerreise auch schon vorbei.
Zum Schluss musste ich echt kämpfen, aber die Stimmung an und auf der Strecke hat mich ins Ziel getragen. Die beiden Mädels mit den Krönchen sitzen an einem Denkmal und grinsen über beide Backen. Ein paar Meter weiter erhalten wir die Medaillen und einen Finisherbeutel mit einigen Gaben. Und dann dauert es nicht lange, da werde ich von Ulli und Ferdl gerufen. Sie haben meinen Zieleinlauf beobachtet. Wie es denn war, wollen beide wissen. Ich gebe ihnen die Aufgabe, beizeiten auf unserem Portal den Bericht zu lesen und die Bilder anzuschauen.
Mit meiner Zeit bin ich hochzufrieden, 3.08 Stunden sind es netto, das passt schon. Für meinen Reporterjob sammle ich noch ein paar Bilder. Die Sanitäter sind zufrieden, es gab kaum Einsätze. So muss es sein. Noch etwas weiter in Richtung Volksschule können wir uns in einem eigenen Bereich mit Iso, Cola, Bier, Cookies und anderen Sachen versorgen. In der Volksschule sind dann für uns die Duschen benutzbar. Da braucht es dann etwas Mut, denn das Wasser ist suboptimal warm. Eine Katzenwäsche muss genügen.
Eine absolut tolle Veranstaltung. Die zahlreichen Helfer, insgesamt rund 450 Leute, machen einen tollen Job und es gibt überhaupt nichts auszusetzen. Der nächste Termin steht auch schon, am 16./17.10.2027 findet die 55. Edition statt, anmelden kann man sich ab Neujahr 2027.
Salzkammergut Marathon
Männer
1. Markus Schreiner, LAC BMD Amateure Steyr, 2.49.38
2. Georg Moser, LC Kaiserdorf, 2.57.39
3. Patrick Sylla, Rapha Running Team, 3.00.30
Frauen
1. Daniela Karigl, TRI Boa-Union Innerschwand, 3.21.50
2. Brigitte Lottermoser, SUN Thalgau, 3.22.35
3. Carina Weissenborn, #badischlaeuft, 3.29.18
274 Finisher
Lauf um den Wolfgangsee, 27 km
Männer
1. Adams Kiprop, run2gether, 1.29.23
2. Peter-Ndegwa Wanyoike, Benedek-Team, 1.29.41
3. Sammy-Rotich Chelangat, run2gether, 1.30.57
Frauen
1. Amelie Muss, LCAV Jodl Packaging, 1.47.01
2. Githaiga Nancy-Waiguma, Benedek-Team, 1.50.18
3. Susanne Silberbauer, RC Grieskirchen/Sportradl.at okay, 1.50.18
2000 Finisher
