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Gefahr durch Zecken: Robert Koch-Institut weist zwei neue FSME-Risikogebiete aus

Bereich: Gesundheit

Quelle: DJD 73627
02.04.24

Das Infektionsrisiko für das durch einen Zeckenstich übertragbare Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist in Deutschland weiter gestiegen. Das zeigen die zwei neuen FSME-Risikogebiete, die Ende Februar vom Robert Koch-Institut ausgewiesen wurden. Mit dem Stadtkreis Frankfurt (Oder) in Brandenburg und dem Landkreis Altenburger Land in Thüringen liegt die Zahl der Risikogebiete jetzt bei 180 – damit sind mehr als 40 Prozent aller deutschen Stadt- und Landkreise betroffen. Bei FSME handelt es sich um eine Erkrankung der Hirnhäute und des zentralen Nervensystems, die nicht mit Medikamenten heilbar ist. Durch Impfen kann man sich aber schützen.

Zecken kommen nicht nur im Wald und Feldern vor – auch in Stadtparks, Biergärten und auf Sportplätzen wurden sie bereits gefunden. Die Spinnentiere können gefährliche Krankheitserreger übertragen, darunter das FSME-Virus. Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung deshalb allen, die in einem FSME-Risikogebiet wohnen oder planen, dorthin zu reisen, und vor Ort mit Zecken in Kontakt kommen können. Wer kurzfristig einen Ausflug oder Urlaub in ein Risikogebiet plant, kann von der sogenannten Schnellimmunisierung profitieren. Innerhalb weniger Wochen kann so ein Impfschutz für die aktuelle Zeckensaison aufgebaut werden.

 

 
 
Gefährdet sind auch Teilnehmende an den immer beliebter werdenden Landschaftsläufen und Trailrunning-Events
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Bei der Mehrzahl der 2023 übermittelten FSME-Fälle lag laut RKI bei den Betroffenen kein oder nur ein unzureichender Impfschutz vor. "FSME wird zunehmend ein deutschlandweites Problem, die klimatischen Bedingungen begünstigen eine längere Zeckensaison. Trotzdem verzeichnet das RKI selbst in den Risikogebieten nur niedrige Impfquoten“, so Epidemiologe Prof. Dr. Martin Pfeffer von der Uni Leipzig. „Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der auftretenden Erkrankungen durch eine Steigerung der Impfquoten verhindert werden kann – das gilt insbesondere für Gebiete mit einem erhöhten FSME-Vorkommen.“ Zwar wird der Großteil der FSME-Fälle im Frühling und Sommer gemeldet. Doch die mit dem Klimawandel einhergehenden milderen Durchschnittstemperaturen sorgen unter anderem dafür, dass Zecken hierzulande fast ganzjährig aktiv sind und somit das FSME-Risiko auch im Herbst und Winter steigen kann.



Sich schützen und im Falle eines Falles schnell handeln



Um Zeckenstiche so gut es geht zu vermeiden, sollte man den Körper nach jedem Aufenthalt im Grünen gründlich absuchen, lange, helle Kleidung tragen und ein Anti-Zeckenspray verwenden. Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Zeckenstich, ist der Blutsauger schnellstmöglich zu entfernen und die Einstichstelle über mehrere Wochen zu beobachten. Mehr Infos: www.zecken.de

 
 
 
 
 
 

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