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24.08.13 - Matterhorn Ultraks

Es lebe das Trailrunning

Autor: Klaus Duwe

Kilian Superstar

 

 
 
Trailrunning-Superstar Kilian Jornet
© trailrunning.de

Der Spanier ist der absolute Superstar der jungen Trailrunning-Szene. Er gewinnt alles, vom Skyrace bis zum 100 Meiler und auch in diesem Jahr wohl wieder die SkyRunner World Serie, zu der der Matterhorn Ultraks zählt. Natürlich kommt er als Letzter zum verabredeten Foto-Shooting der Eliteläufer. Aber nicht, weil er den Star raushängt, sondern weil er auf dem Weg dorthin zigmal angehalten und um ein Foto gebeten wird. Mal mit Mama, mal mit Papa. Als ich nach dem Lauf ins Hotel komme, fragt mich das Mädel an der Rezeption als erstes: „Haben Sie auch ein Foto von Kilian?“ „Ja“, sage ich. Sie schaut mich an, wie mich seit Jahren kein Mädel mehr angeschaut hat und hat jetzt das Bild.

Natürlich gewinnt Kilian Jornet die Matterhorn Ultraks Premiere. Allerdings relativ knapp vor seinem Landsmann Hernando Alzaga Luis Alberto. Als ich ihn auf Sunegga sah, lief er in einer Gruppe hinter den Führenden her und redete auf die Kollegen ein, während die sich auf den Weg konzentrierten. Kein Mensch weiß, was der Kerl laufen kann, wenn der Teufel hinter ihm her ist. 

Asse wie Nicola Golinelli, Marc Lauenstein oder Martin Anthamatten müssen sich dahinter einreihen. Beachtlich das Abschneiden des jungen Stephan Hugenschmidt aus Radolfzell, der in diesem Weltklassefeld mit nur 17 Minuten Rückstand auf Kilian den 8. Platz belegt (5:00.36). Der Badener war übrigens Dritter beim diesjährigen Swissalpine. Er lief den K 78 in 6:26 Stunden. Nur noch einmal zum Vergleich.

Die Podestplätze beim 46 K der Frauen gehen an Norwegen, Italien und Spanien. Den 30 K gewinnt der Schweizer  Stephan Wenk vor dem Italiener Minoggio und dem in Marathonkreisen bestens bekannten Briten Martin Cox.

Wenn wir schon bei den Siegern sind, kann ich mir einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. Die beste Laune bei der Siegerehrung hatte, trotz toller Leistungen der Aktiven, der Moderator. Unter einem riesigen Regenschirm von Sponsor Scott forderte er das im strömenden Regen stehende Häuflein unentwegter Zuschauer und Fotografen immer wieder zu Beifall auf, während das Lächeln der Geehrten manchmal ziemlich gequält rüberkam. Trailrunning ist zwar Outdoorsport, aber vielleicht findet sich, sollte das Wetter dann wieder so sein, das nächste Mal für diese Zeremonie ein einigermaßen trockenes Plätzchen.

Auf mich machte der Matterhorn Ultraks ansonsten einen professionellen Eindruck. Vielleicht zu professionell, wenn man darunter versteht, dass die Veranstaltung doch sehr auf die Eliteläufer zugeschnitten ist. Ich bin sicher, das ändert sich. Denn wie zu hören war, soll es nicht bei 1000 Teilnehmern bleiben. Den Zuwachs rekrutiert man aber schwerlich aus dem Elitebereich, sondern im Wesentlichen aus dem der Breitensportler und Hobbyläufer. Die lassen sich aber bei einem Startgeld von 120 bis 160 Franken (46 K)  im Ziel nur einmal mit einer billigen Mütze mit Veranstalterlogo abspeisen.

 

Der Matterhorn Ultraks in Bildern

 

Start

 

 
© trailrunning.de 11 Bilder

 

Sunegga

 

 
© trailrunning.de 39 Bilder

 

Gornergrat

 

 
© trailrunning.de 28 Bilder

 

Schwarzsee

 

 
© trailrunning.de 49 Bilder

 

Trift

 

 
© trailrunning.de 53 Bilder

 

Ziel

 

 
© trailrunning.de 31 Bilder

 

Joes Laufbericht und weitere Bilder
findet Ihr auf MARATHON4YOU.DE

 

 

Ehrentafel

 

46 K Männer

1. Jornet Burgada Kilian, F-Les Houches       4:43.05,9   
2. Hernando Alzaga Luis Alberto, Espagne      4:44.47,0   
3. Golinelli Nicola,  I-Lecco (LC)            4:45.57,5


46 K Frauen

1. Forsberg Emelie, N-Tromso                  5:41.16,3   
2. Serafini Silvia,  I-Oderzo (TV)            5:44.37,9  
3. Dominguez Azpeleta Nuria,  E-Palencia      5:59.19,4  

 

30 K Männer

1. Wenk Stephan,  Greifensee                  2:45.19,5   
2. Minoggio Cristian,  I-Cannobio (VB)        2:47.00,0  
3. Cox Martin,  Anzère                        2:53.08,2  

 

30 K Frauen

1. Hill Tessa,  GB-Edinburgh                  3:32.52,8  
2. Boutarin Océane,  F-Divajeu                4:04.14,4   
3. Neuberger Laura,  Montreux                 4:04.14,6   

 

16K Männer

1. Berhane Oqubit,  Niederdorf                1:25.50,6   
2. Rutishauser Martin,  Wabern                1:32.09,0 
3. Dupraz Frédéric,  Genève                   1:34.32,7   

 

16K Junioren

1. Steiner Micha,  Samedan                    1:26.30,5  
2. Delorenzi Roberto,  Sigirino               1:29.36,2   
3. Arnold Flavio, 1993, Simplon Dorf          1:31.45,7  

 

16K Frauen

1. Roux Laetitia, 1F-Savines le Lac           1:44.07,3   
2. Kreuzer Victoria,  Zermatt                 1:44.21,3  
3. Lovrantova Katarina,  SK-Banska Bystrica   1:49.04,4   

  

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